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Zum ersten Mal mit Max fliegen

Zum ersten Mal mit Max fliegen
Normalerweise lest Ihr hier immer Berichte von denen, die selber fliegen. Daher freuen wir uns sehr über den Bericht einer mitfliegenden Mama. Heike Waldow war zum ersten Mal mit Max fliegen. Max ist ihr Sohn und fliegt seit vielen Jahren bei uns im Verein. Lest selbst, wie das war:

Gestern war ich zum ersten Mal mit Max fliegen. Auch wenn mein Sohn Max bereits seit seinem 14. Lebensjahr vom Flugvirus „infiziert ist“, bin ich noch nie mit ihm geflogen. Ich bin zwar schon mal mit einem Segelflugzeug mitgeflogen – als Einzige aus der Familie jedoch noch nicht mit Max als Pilot. Bisher ist es stets bei einem „wir könnten, sollten, müßten mal…“ geblieben.

In dieser Woche wurde es dann konkret: Ausgerüstet mit Kopfbedeckung, Sonnenbrille und natürlich dem Smartphone für die Beweisfotos, traf ich am Flugplatz ein. Die Wartezeit bis zu unserem Flug ließ sich gut überbrücken; bei dem regen Treiben startender und landender Motor- und Segelflugzeuge wurde es nicht langweilig.

Zum ersten Mal mit Max fliegen

Heike mit Segelfliegerkluft gerüstet für den ersten Flug mit ihrem Sohn Max

Nachdem die ASK 21 bereit stand und der F-Schlepp organisiert war, gab es noch ein paar Sicherheits-Instruktionen, insbesondere die Ermahnung, sich mit angelegtem Fallschirm nicht vom Flugzeug zu entfernen. (an Flucht war jetzt also nicht mehr zu denken!)

Gäste und Schüler rüsten wir mit automatischen Fallschirmen aus. Deren Reißleine ist mit dem Flugzeug fest verbunden. Geht man viel zu weit weg, öffnet sich der Fallschirm und unser Fallschirmpacker muß ran. Das wollen wir durch solche Ermahnungen vermeiden – der Fluchtgedanke ist da zweitrangig 🙂

In sanftem Steigflug brachte uns die Remo bis auf eine Höhe von ca. 600 m, auf dem Weg dorthin gab es eine Menge Ansagen von Max, was es wo zu sehen gibt. Allerdings war ich – die schon auf dem Boden genug Probleme hat, sich zu orientieren – damit ein wenig überfordert. Nach dem Ausklinken des Schleppseils “kurbelten“ wir erstmal eine Weile auf der Suche nach Thermik, die an diesem Nachmittag wohl leider Urlaub gemacht hat. Beim Kreisen über Oedt war ich eifrig damit beschäftigt, links und rechts etwas Bekanntes zu erspähen und begeistert, wie bunt der Felder-Flickenteppich von hier oben ausschaut, den ich sonst meist mit dem Rad durchquere.

Zum ersten Mal mit Max fliegen

Max weist auf die Sehenswürdigkeiten des Niederrheins hin – nicht alle waren für Heike sofort verarbeitbar

Ich muß zugeben, dass das Fliegen kleiner Kreise mir gelegentlich ein flaues Gefühl in der Magengegend verursacht hat (aber Psst – nicht weitersagen, habe mir nämlich nichts anmerken lassen!) Und: unglaublich warm ist es in so einem Segelflugzeug – und das ohne Getränkeservice an Bord!

Trotzdem – als ich mich gerade dran gewöhnt hatte, hieß es auch schon Landeanflug mangels Höhe – von mir aus hätten wir noch Stunden weiter fliegen können…

Mein Fazit nach diesem Flug: Muß man mal gemacht haben! Ich kann die Begeisterung, die jedem Flieger eigen ist, durchaus nachvollziehen, auch wenn ich festen Boden unter den Füßen vorziehe und deshalb meinem Hobby (American Square Dance) treu bleibe.

Lebendigkeit spüren wir vor allem dann,
wenn wir uns für etwas begeistern.
– Ernst Ferstl,*1955, Österreichischer Dichter und Aphorisitiker

Du möchtest auch lautlos die Welt von oben kennenlernen? Mit einem Einsitzer ganz allein über dem Niederrhein schweben? Und das alles für die normalste Sache der Welt halten? Dann bist Du bei uns richtig. Wir bringen Dir gern bei, Segelflugzeuge zu fliegen.

Autor:

Ich bin gegenwärtig Geschäftsführer und einer von ca. 25 Fluglehrern im LSV Grenzland e.V. Wenn ich nicht an der Webseite rumfummle, versuch ich möglichst oft, im Segelflugzeug zu sitzen. Nur im Winter, wenn der Segelflug am Niederrhein ruht, zieht es mich auch in Motorflugzeuge. Alles in allem hab ich so 1.100 Flugstunden und ca. 1.700 Starts auf dem Buckel.

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