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NABU Grefrath

Fliegen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven

was haben Naturschützer und (Segel)Flieger miteinander zu tun, mag man sich fragen. Als wir uns Ende 2012/Anfang 2013 zusammen gesetzt und dieses Thema miteinander diskutiert haben, wurde schnell klar: es gibt große Gemeinsamkeiten. Ein Flugplatz bietet mit seiner großen, spärlich benutzten Fläche (sieht man mal von den Wochenenden ab) ein Refugium für Flora und Fauna. Wer fliegt – mindestens, wenn er nach Sicht fliegt – geniesst dabei die Schönheit der vorbeiziehenden Natur. Und insbesondere Segelflieger haben eine große Affinität zu all den Vogelarten, die thermisch fliegen. Dies sind viele heimischen Raubvögel und einige „Kleinvögel“: Störche, Kraniche, Geier, Adler, Mauersegler und Schwalben. Segelflieger wissen: sieht man einen Vogel in der Thermik kreisen, wird es im weiteren Umkreis keine bessere Thermikquelle geben. Wir fliegen gern und auch häufig gemeinsam mit Vögeln.

Unser Dachverband, der DAeC hat gemeinsam mit Umweltverbänden die Initiative Luftige Begegnungen ins Leben gerufen. Die Auswertung zeugt – praktisch alle Begegnungen zwischen Seglern und Drachen einerseits und Vögeln andererseits verlaufen friedlich. Nicht verschweigen darf man, dass es natürlich auch weniger friedvolle Begegnungen bis zum Vogelschlag gibt. Im Alpenbereich werden Segelflieger, die dort häufig sehr „felsnah“ fliegen, regelmäßig über das Verteidigungsverhalten von Adlern gerieft. Greift der Adler an, fliegen wir weg – im Interesse beider. In der Verkehrsluftfahrt mit ihren oftmals sehr schnellen Flugzeugen, tritt Vogelschlag häufiger auf und stellt oftmals eine erhebliche Gefahr dar. Große Flughäfen versuchen daher präventiv gegen Vogelschlag vorzugehen. Zum Glück stellt Vogelschlag in der privaten Luftfahrt in aller Regel kein Problem dar.

Dennoch: Flieger wissen in aller Regel viel weniger gut Bescheid über die gefiederten Luftraumnutzer, als dies Naturschutzverbände tun. So lag es für uns Nahe, eine erste gemeinsamen Veranstaltung Anfang 2013 zum Thema Raubvögel zu planen. Ein voller Erfolg mit interessanten Vorträgen und gut 50 Besuchern. Der Kontakt war hergestellt und in loser Folge veranstalten die Partner Vorträge und Veranstaltungen zu Themen, die für Naturschützer und Flieger gleichermassen interessant sind.

Über den NABU Grefrath

Natur erlebbar zu machen, zu bewahren und für kommende Generationen zu sichern, das kann niemand alleine bewältigen. Der NABU Grefrath hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, Vermittler und Ansprechpartner zu sein für Bürger, Vereine, Gemeinde, Politik und Institutionen.
Gemeinsam wollen die aktiven und passiven Mitglieder für den Naturschutz werben und darstellen, wie jeder Einzelne durch unterschiedliches ehrenamtliches Engagement seinen Beitrag – je nach Zeit und Möglichkeiten – dafür leisten kann. Und das macht in der Gemeinschaft auch noch richtig Spaß. Dafür sucht der NABU Grefrath weiterhin Sponsoren und Unterstützer, die finanziell oder fachlich dabei helfen, einzelne aufwändige Projekte in die Tat umzusetzen.

Autor:

Ich bin gegenwärtig Geschäftsführer und einer von ca. 25 Fluglehrern im LSV Grenzland e.V. Wenn ich nicht an der Webseite rumfummle, versuch ich möglichst oft, im Segelflugzeug zu sitzen. Nur im Winter, wenn der Segelflug am Niederrhein ruht, zieht es mich auch in Motorflugzeuge. Alles in allem hab ich so 1.000 Flugstunden und ca. 1.300 Starts auf dem Buckel.

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