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Segelflug

Segelflug, insbesondere Streckensegelflug, ist ein Sport, wie jeder andere auch – wir fliegen in Meisterschaften mit, fliegen Rekorde und vergleichen unsere Leistungen untereinander. Der Sportplatz ist allerdings sehr viel größer, als bei den meisten anderen Sportarten – von den Seglern mit ihren „round the world championships“ vielleicht mal abgesehen.

Leistungen im Streckensegelflug sind immer eine Kombination aus geflogender Strecke (also möglichst weit) und geflogener Geschwindigkeit. Hättest Du gedacht, dass die weiteste, je in einem Segelflugzeug geflogene Strecke über 3.000km beträgt? Selbst hier am Niederrhein fliegen wir häufig Strecken zwischen 300km und 500km. Die weiteste je von Grefrath geflogene Strecke ist unglaubliche 870km – an einem Tag und ohne zu landen und vor allem ohne Motor (naja fast, das Flugzeug hat ein Klapptriebwerk und der Start erfolgte mit Motorkraft.

Wie funktionieren Segelflugwettbewerbe

Es gibt zentrale und dezentrale Wettbewerbe. Bei einem zentralen Wettbewerb starten alle Segler vom selben Ort. Die Wettbewerbsleitung schreibt morgens eine Aufgabe aus – in der Regel einen dreieckigen Kurs. Diese Aufgabe müssen alle Piloten bewältigen und der schnellste gewinnt – ein Luftrennen also. Der Pilot muss beim Fliegen einer solchen Aufgabe permanent Abwägungen treffen zwischen Wettereinschätzung auf dem Kurs, Abwägung der Thermikstärke voraus und der Geschwindigkeit, die er fliegt. Das alles im Wettbewerb zu den anderen. Unterschiede in der Leistungsfähigkeit von Flugzeugen kompensieren wir auf zwei Weisen: ähnlich gute Flugzeuge fliegen in derselben „Wettbewerbsklasse“ oder wir pönalisieren besonders gute Flugzeuge und Überbewerten besonders schlechte Flugzeuge. Ähnlich machen es die Golfer mit dem Handicap oder die Segler mit dem Yardstick Index.

Bei dezentralen Wettbewerben starten die Flugzeuge von unterschiedlichen Orten. Das heisst, diejenigen, bei denen besonders gutes Segelflugwetter herrscht, haben einen Vorteil. Aus diesem Grunde verlaufen dezentrale Wettbewerbe auch meist über lange Zeiträume (z.B. eine ganze Flugsaison). Damit hofft man die Ungerechtigkeiten von Petrus Wetterküche ein wenig kompensieren zu können. Das klappt in der Regel auch ganz gut – aber Piloten, die in Thermikparadiesen fliegen (praktisch alle deutschen Mittelgebirge) haben statistisch doch das bessere Ende.

Wie die Wertung unserer Streckenflüge funktioniert haben wir in einem Know-How Artikel geschrieben, den Du hier nachlesen kannst.

Wettbewerbe des LSV Grenzland

Die Piloten des LSV Grenzland nehmen an einer Vielzahl von Wettbewerben teil. Jeder unserer Piloten, der Flüge im OLC meldet (was das ist, findest Du hier) meldet, nimmt automatisch an der dezentralen Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug teil. Hier gibt es eine Bundes- und Landeswertungen. In alle Regel schneiden wir in der Landeswertung immer unter den vorderen 10 Plätzen in der Vereinswertung ab. Einzelne unserer Piloten haben die individuelle Landeswertung auch schonmal gewonnen.

Warten auf den Start

Warten auf den Start

Als Verein fliegen wir auch in der Landesliga mit. Die Liga-Regeln legen 17 (in manchen Jahren 18) Wertungswochenenden fest. Jeder Verein darf mit beliebig vielen Piloten teilnehmen. Nur die besten drei Piloten eines Wochenendes kommen jedoch in die Wertung. Gewertet werden die schnellste 2,5h Flugstunden eines gemeldeten Streckenfluges – der seinerseits beliebig lang dauern kann. Je schneller, je mehr Punkte. Am Ende wird dann gezählt. Im Jahr 2013 konnten wir die Meisterschaft in der Landesliga NRW erringen. Leider hat das Wetter in 2014 nicht so ganz mitgespielt…

Genussflieger- Segelflug als Freizeitgenuss

Natürlich besteht der Segelflug nicht nur aus der Ausbildung oder Strecken- und Leistungssegelflug. Entdecke zwanglos die Schönheit des Niederrheins zwischen Emmerich, Venlo und Aachen- ganz ohne Stress und Leistungsdruck. Der LSV Grenzland e.V. bietet all denjenigen, die ihren Luftfahrerschein erworben haben und die regelmäßig bei stundenlangen Flügen einfach nur die Schönheit des Fliegens in vollen Zügen genießen möchten, einen ansprechenden und breit aufgestellten Flugzeugpark. Unser Verein stellt seinen Mitgliedern drei Doppelsitzer und fünf einsitzige Segelflugzeuge zur Verfügung. Ganz egal, ob zu zweit in der modernen DG 1000, oder ganz allein mit Wind und Wolken im offenen, nostalgischen Cockpit unserer Ka 8– bei uns kommt jeder auf seine Kosten. Daneben betreiben viele Mitglieder mit den unterschiedlichsten Ambitionen auch private Segelflugzeuge mit und ohne Klapptriebwerk. Eines vereint alle: die gemeinsame Begeisterung für einen einzigartigen Sport, unvergessliche Erlebnisse am Himmel und ein gemeinsames Beisammensein nach dem Flugbetrieb am Grill.

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Überblick: Streckenflüge und Platzierungen des LSV Grenzland

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  1. Pingback: Junge, neue Schlepp-Piloten - LSV-Grenzland

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